Wächter-Gottheit des Berges Bandai

Der Schrein Bandai Jinja, der dem heiligen Berg Bandai gewidmet ist, gehört seit seiner Gründung im Jahr 807 n. Chr. zum Gelände des Enichiji-Tempels und dient als Schutzschrein des Tempels. Im Jahr 1872 zerstörte ein Feuer die Schreinhalle (Yakushidō), und die Gottheit wurde in das Nioh-Tor verlegt, das das Feuer überstand. Der Schrein wurde 1886 zu einem Dorfschrein (gōsha) erklärt. Die Schreinhalle wurde 1923 wiederaufgebaut und im Jahr 2000 an ihren heutigen Standort verlegt.
Das "Funebiki Matsuri" oder "Boat Pulling Festival" ist das jährliche Fest des Bandai Jinja-Schreins und ein Ritual zur Vorhersage der Ernte des Jahres. Die Teilnehmer ziehen ein Iibune genanntes Holzboot mit Seilen und wetteifern in drei Runden. Gewinnt die östliche Seite, bedeutet dies eine reiche Ernte; gewinnt die westliche Seite, deutet dies auf einen Anstieg der Reispreise hin. Am selben Tag werden drei heilige Tänze aufgeführt: "Sakaki no Mai" (Sakakitanz), "Yumi no Mai" (Bogentanz) und "Tachi no Mai" (Schwerttanz). Diese traditionelle Veranstaltung, die historische Praktiken bewahrt, wurde 2005 zum wichtigen immateriellen Volkskulturgut der Präfektur Fukushima erklärt.
Die Anbetungshalle des Bandai-Jinja-Schreins ist eine einstöckige Holzkonstruktion mit einem mit Kupferplatten bedeckten Irimoya-Dach. Sie misst 6 ken (etwa 10,8 Meter) in der Länge und 1,5 ken (etwa 2,7 Meter) in der Breite. Die Außenwände bestehen aus mit Brettern verkleideten Wänden. Die Haupthalle ist ein Bauwerk im Kasuga-Zukuri-Stil mit einem Dach aus Kupferplatten. Die darin verehrten Gottheiten sind Ōyamatsumi-no-Mikoto und Hanayamahime-no-Mikoto.